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Kirchen in der Umgebung von Billund
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Die Kirchen haben viel über die Geschichte unserer Gegend zu erzählen. Im Mittelalter gab es sehr kleine Kirchen. Der Pfarrer war mehr oder weniger wie eine Amtsperson überall in seiner Gemeinde mit Seelsorge und Predigt unterwegs. Die Bevölkerung war zu verstreut, um große Kirchen beherbergen zu können. Als mit dem Bau der Eisenbahn in den Jahren nach 1910 die Industrialisierung in der Gegend Einzug hielt, erhöhte sich die Bevölkerungszahl explosiv und es wurden neue Kirchen gebaut, oft dort wo vorher die alten standen. Die Kirchen in Skjoldbjerg, Hejnsvig und Grindsted sind typische Beispiele für solche Bauten, errichtet zwischen 1917-23. Die Kirche in Billund hingegen ist ein seltenes aber spannendes Beispiel einer Kirche neueren Datums.
Die Billund Kirche wurde im April 1973 eingeweiht und ist ein Teil des Billund Centers. Sie verfügt über 180 Sitzplätze, im Gemeindesaal gibt es 98. Die Bänke, die Türen und die Orgel sind aus violett gebeiztem Eichenholz gefertigt.
Die Vorbasse Kirche war ursprünglich ein schlichter romanischer Quadersteinbau ca. aus dem Jahr 1200, bestehend aus Schiff und Chor. Anfang des 16. Jh. wurde sie wesentlich mit einem nach Westen gerichteten Querschiff und Turm ausgebaut, und Schiff und Chor mit Ziegelsteinen aufgestockt.
Die Grene Kirche, 2-3 km südwestlich von Billund gelegen, wurde 1891 zur Ablösung einer Mittelalterkirche errichtet, deren Friedhof nach wie vor existiert (an der Pfarrbezirkgrenze zu Hejnsvig).
Die Skjoldbjerg Kirche, Filialkirche der Vorbasse Kirche, wurde 1919-21 nach Entwürfen von Architekt Harald Lønborg-Jensen erbaut. Die Kirche ist aus gespaltenen Feldsteinen aufgebaut und besteht aus Apsis, Chor, Schiff, Turm gegen Westen und einer Vorhalle südlich des Turms.
Die Filskov Kirche wurde 1877 nach Entwürfen von Architekt L.A. Winstrup errichtet. Die Kirche ist aus rohen Feldsteinen gebaut, glattgeputzt mit Zementmörtel, und bestand ursprünglich aus Chor und Schiff sowie einer Vorhalle gegen Norden.
Die Grindsted Kirche ist aus Granitquadern und Feldsteinen auf einem Granitsockel aufgebaut und besteht aus Chor und Schiff aus der romanischen Periode. Vor der südlichen Pforte des Schiffs wurde im Spätmittelalter mit einer Vorhalle aus Granitquadern und Ziegelsteinen ausgebaut.
Die Hejnsvig Kirche ist bei der Fahrt durch Hejnsvig kaum zu übersehen. Auf den ersten Blick erkennt man den neuen Teil der Kirche, das 1918-1919 zugebaute Schiff mit Vorhalle und Turm.
Die Nollund Kirche, Filialkirche der Grindsted Kirche, wurde 1914 nach Entwürfen von Architekt Hother Paludan erbaut. Sie besteht aus Chor und Schiff mit halbeingebautem Turm gegen Westen, und gegen Norden aus einem mehrseitigen Zubau beim Übergang zwischen Chor und Schiff.
Die Stenderup Kirche, Filialkirche der Ansager Kirche, wurde 1909 nach Entwürfen von Architekt Harald Lønborg-Jensen erbaut und ähnelt der Skovlund Kirche sehr stark.
Die Sønder Omme Kirche ist aus Granitquadern und auf einem Granitsockel aufgebaut und besteht aus Chor und Schiff aus der romanischen Periode. Während der Reformation wurde das Schiff mit Granitquadern verlängert.
Die Urup Kirche, Filialkirche der Grindsted Kirche, wurde 1919 nach Entwürfen von Architekt N. Christof Hansen erbaut. Sie besteht aus einem großen Chor in Apsisform und einem Schiff mit halb eingebautem Turm und Satteldach gegen Westen.
Die Vesterhede Kirche, Filialkirche der Hejnsvig Kirche, wurde 1910 nach Entwürfen von Architekt Jens Christian Kofoed erbaut. Die Kirche ist aus Ziegelsteinen aufgebaut und besteht aus einem Langhaus mit dreiseitigem Chorabschluss und gegen Westen einen First mit Satteldach.
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